Kein Sex mehr – und du glaubst, es liegt an dir? #300

Kostenfreie Online Workshop
für Frauen, die in ihrer Partnerschaft alles tragen – und dabei selbst kaum noch vorkommen

Du liebst deinen Partner, aber Nähe und Sex fühlen sich immer mehr nach Pflicht an? Erfahre, warum Selbstzweifel dich nicht weiterbringen – und was sich verändert, wenn du deinen eigenen Anteil erkennst.
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Kein Sex mehr – und du glaubst, es liegt an dir?

Du liegst abends neben deinem Partner. Eigentlich willst du nur schlafen. Dann rückt er ein Stück näher, legt seine Hand auf dich und noch bevor wirklich etwas passiert ist, schießt dir dieser eine Gedanke durch den Kopf:

„Bitte nicht.“

Vielleicht drehst du dich ein bisschen weg. Vielleicht greifst du noch einmal zum Handy. Oder du sagst, dass du müde bist.

Irgendwann versteht er.

Er dreht sich weg.

Und du bist erleichtert.

Für einen kurzen Moment zumindest. Denn gleich danach kommt dieses beschissene Gefühl: Du weißt, dass er enttäuscht ist. Du liebst diesen Menschen doch. Warum willst du seine Nähe trotzdem nicht?

Wenn es bei euch schon länger heißt: Kein Sex mehr, landet die Verantwortung dafür vielleicht irgendwann komplett bei dir.

„Was stimmt eigentlich mit mir nicht?“

Vielleicht ist genau das die falsche Frage.

Wenn du beim Lesen schon merkst, wie vertraut sich dieses „Ich müsste doch eigentlich …“ anfühlt, dann schau dir unser kostenloses Webinar „Fremdbestimmt in deiner Beziehung“ an. Dort gehen wir genau diesem inneren Druck weiter nach.

Kein Sex mehr: Wenn du irgendwann dich selbst zum Problem machst

Am Anfang fällt vielleicht nur auf, dass du seltener Lust hast.

Dann merkst du, dass du Berührungen manchmal ausweichst. Dass du hoffst, dein Partner schläft schon, wenn du ins Bett kommst. Dass du bei einer längeren Umarmung innerlich schon darüber nachdenkst, ob daraus gleich mehr werden könnte.

Und irgendwann beobachtest du nicht mehr nur, was zwischen euch passiert.

Du fängst an, dich selbst zu bewerten.

Warum kann ich seine Nähe nicht einfach genießen? Warum ziehe ich mich zurück? Warum habe ich keine Lust auf Sex, obwohl ich meinen Partner liebe?

Und aus all diesen Fragen wird irgendwann eine ziemlich schmerzhafte Antwort:

„Dann liegt es wohl an mir.“

Plötzlich habt nicht mehr ihr beide ein Thema mit Sexualität und Nähe.

In deinem Kopf bist du das Thema.

Du funktionierst nicht mehr so, wie du deiner Meinung nach funktionieren solltest. Und weil du deinen Partner nicht verletzen willst, entsteht schnell der nächste Gedanke:

„Ich müsste mich einfach wieder mehr bemühen.“

Genau da lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Wenn aus seinem Wunsch dein „Ich muss“ wird

Dein Partner möchte Sex.

Das ist zunächst einmal ein Wunsch.

Aber was kommt bei dir an?

Vielleicht nicht: „Mein Partner wünscht sich gerade Nähe zu mir.“

Sondern:

„Jetzt muss ich reagieren.“

„Jetzt muss ich ihm etwas geben.“

„Ich kann doch nicht schon wieder Nein sagen.“

„Er ist sonst enttäuscht.“

Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Denn plötzlich geht es nicht mehr darum, was du gerade möchtest und was dein Partner gerade möchte. Aus zwei Menschen mit möglicherweise unterschiedlichen Bedürfnissen wird innerlich eine Situation, in der du glaubst, etwas erfüllen zu müssen.

Dabei muss dein Partner diesen Druck nicht einmal bewusst ausüben.

Natürlich gibt es Beziehungen, in denen tatsächlich Druck aufgebaut, ein Nein nicht akzeptiert oder mit Rückzug, Vorwürfen und Schuldgefühlen reagiert wird. Das sollte nicht kleingeredet werden.

Aber es gibt eben auch Situationen, in denen der andere einen Wunsch äußert – und in dir trotzdem sofort dieses enge Gefühl entsteht:

„Jetzt will schon wieder jemand etwas von mir.“

Und genau dieser kleine Moment ist interessant.

Warum Sex aus Pflicht die Nähe nicht zurückbringt

Vielleicht hast du schon versucht, das Problem zu lösen.

Du hast dir vorgenommen, dich wieder häufiger darauf einzulassen. Nicht immer Nein zu sagen. Deinem Partner entgegenzukommen.

Vielleicht hattest du sogar Sex, obwohl du eigentlich keine Lust hattest.

Nicht, weil dein Partner dich gezwungen hat.

Sondern weil du selbst dachtest:

„Ich sollte.“

Vielleicht warst du körperlich dabei und innerlich ganz woanders. Vielleicht hast du gewartet, bis es vorbei ist. Vielleicht warst du danach sogar erleichtert, weil das Thema für ein paar Tage erst einmal vom Tisch war.

Nur entsteht dadurch ein Problem.

Sex wird immer weniger zu etwas, das du frei wählst.

Er wird zu etwas, das du erledigst.

Und wenn Nähe sich nach Pflicht anfühlt, wird es nicht unbedingt leichter, beim nächsten Mal Lust darauf zu bekommen.

Im Gegenteil.

Vielleicht reagierst du irgendwann schon auf eine harmlose Berührung mit Rückzug, weil in deinem Kopf längst die Frage läuft:

„Was will er jetzt von mir?“

Eine Umarmung ist dann nicht mehr einfach eine Umarmung.

Sie könnte der Anfang von etwas sein, bei dem du später wieder Nein sagen musst.

Also gehst du lieber vorher auf Abstand.

Dein Anteil ist nicht dasselbe wie Schuld

An dieser Stelle passiert schnell eines von zwei Dingen.

Entweder du machst deinen Partner verantwortlich: „Wenn er mich nicht ständig anfassen würde, hätte ich dieses Problem nicht.“

Oder du machst dich selbst verantwortlich: „Mit mir stimmt etwas nicht.“

Beides lässt wenig Raum, wirklich zu verstehen, was zwischen euch geschieht.

Denn natürlich kannst du einen Anteil daran haben.

Vielleicht weichst du aus. Vielleicht sagst du nicht, was in dir passiert. Vielleicht hoffst du einfach, dass dein Partner irgendwann aufhört, das Thema anzusprechen.

Diesen Anteil anzuschauen bedeutet aber nicht:

„Ich bin schuld.“

Es bedeutet:

„Ich möchte verstehen, was bei mir passiert.“

Das ist ein Unterschied.

Verantwortung heißt nicht, dass du dich zusammenreißen und wieder Sex haben musst.

Es heißt auch nicht, dass die Wünsche deines Partners wichtiger sind als dein Nein.

Verantwortung kann an dieser Stelle viel kleiner anfangen.

Nämlich damit, ehrlich wahrzunehmen, was in dir passiert, sobald dein Partner sich etwas von dir wünscht.

Was kommt eigentlich bei dir an, wenn dein Partner Nähe möchte?

Stell dir den Moment noch einmal vor.

Dein Partner rückt näher und berührt dich.

Was passiert in den ersten Sekunden in dir?

Nicht das, was vernünftig wäre.

Nicht das, was du gerne fühlen würdest.

Sondern das, was tatsächlich da ist.

Ist es ein klares:

„Heute möchte ich einfach keinen Sex“?

Oder kommt sofort etwas anderes?

„Oh nein, jetzt muss ich.“

„Ich darf ihn nicht schon wieder enttäuschen.“

„Jetzt will er schon wieder etwas.“

„Kann ich nicht einmal meine Ruhe haben?“

Dieser Unterschied ist wichtig.

Denn keine Lust zu haben ist etwas anderes, als einen Wunsch des anderen sofort als Forderung zu erleben.

Und vielleicht zeigt sich genau dieses Gefühl nicht nur beim Sex.

Wenn du dich auch außerhalb des Schlafzimmers schnell fremdbestimmt fühlst

Vielleicht fragt dein Partner:

„Was machen wir am Wochenende?“

Und in dir entsteht Druck.

Er möchte abends mit dir reden.

„Boah. Jetzt nicht.“

Er fragt, wann du nach Hause kommst.

Und bei dir kommt an:

„Warum muss ich mich eigentlich ständig erklären?“

Er möchte Zeit mit dir verbringen und dein erster Gedanke ist:

„Jetzt soll ich schon wieder.“

Von außen betrachtet hat dein Partner vielleicht einfach eine Frage gestellt oder einen Wunsch geäußert.

In dir fühlt es sich trotzdem nach Erwartung an.

Nach Verpflichtung.

Nach Enge.

Vielleicht entsteht irgendwann sogar Ärger, obwohl du selbst gar nicht richtig erklären kannst, warum.

Und dann sitzt du da und denkst:

„Ich fühle mich in dieser Beziehung total fremdbestimmt.“

Dieses Gefühl kann sehr real sein.

Die entscheidende Frage ist trotzdem:

Bestimmt dein Partner in diesem Moment tatsächlich über dich?

Oder fühlt es sich in dir bereits so an, sobald jemand etwas von dir möchte?

Das ist keine Schuldfrage.

Es ist eine Frage, die dir etwas über dich zeigen kann.

Warum dieses „Ich muss“ so viel mit Nähe macht

Nähe braucht eine gewisse Freiheit.

Die Freiheit, Ja zu sagen.

Und genauso die Freiheit, Nein zu sagen.

Wenn du innerlich aber das Gefühl hast, für die Wünsche, Bedürfnisse oder die Enttäuschung deines Partners verantwortlich zu sein, wird diese Freiheit immer kleiner.

Dann sagst du vielleicht Ja, obwohl du Nein fühlst.

Oder du gehst vorsichtshalber schon auf Abstand, damit du gar nicht erst in die Situation kommst, Nein sagen zu müssen.

Beides kann dazu führen, dass du dich selbst immer weniger spürst.

Und irgendwann geht es längst nicht mehr nur darum, warum ihr keinen Sex mehr habt.

Es geht darum, ob du in eurer Beziehung erleben kannst:

Ich kann bei mir bleiben, auch wenn mein Partner etwas anderes möchte als ich.

Genau da beginnt für viele Menschen ein viel größeres Thema.

Denn vielleicht hast du schon lange gelernt, sehr schnell zu merken, was andere brauchen. Vielleicht kannst du hervorragend spüren, wenn jemand enttäuscht, genervt oder unzufrieden ist.

Nur die Frage „Was will eigentlich ich?“ wird plötzlich erstaunlich schwer.

Nicht weil du egoistisch bist.

Sondern weil du vielleicht so sehr damit beschäftigt bist, auf andere zu reagieren, dass deine eigene Antwort kaum noch Platz bekommt.

Du musst nicht wieder „funktionieren“

Wenn du keinen Sex mehr möchtest oder deutlich weniger Lust empfindest, kann das viele Gründe haben. Körperliche und medizinische Ursachen, Medikamente, hormonelle Veränderungen, Stress, Erschöpfung oder konkrete Konflikte in der Beziehung gehören genauso ernst genommen.

Dieser Artikel will dir deshalb nicht erklären, warum du keine Lust hast.

Er lädt dich zu einer anderen Frage ein.

Denn falls du merkst, dass sich hinter deiner sexuellen Distanz immer wieder dieses „Ich muss“ versteckt, lohnt es sich, genau dort weiterzuschauen.

Nicht mit dem Ziel, wieder zu funktionieren.

Sondern um herauszufinden, wo deine freie Entscheidung eigentlich geblieben ist.

Wenn du merkst, dass Wünsche deines Partners sich schnell wie Forderungen anfühlen, dann komm zu unserem kostenlosen Webinar „Fremdbestimmt in deiner Beziehung“.

Dort schauen wir gemeinsam genauer hin: Warum entsteht so schnell dieses Gefühl von „Ich muss“? Warum fühlst du dich verantwortlich für die Stimmung deines Partners? Und wie kannst du wieder mehr bei dir bleiben, ohne deshalb aus der Beziehung gehen zu müssen?

Die kostenlose Anmeldung findest du auf unserer Webinar-Seite.

Eine Frage, die du dir beim nächsten Mal stellen kannst

Wenn dein Partner das nächste Mal deine Nähe sucht, musst du zunächst überhaupt nichts verändern.

Du musst die Berührung nicht genießen.

Du musst dich nicht öffnen.

Und du musst selbstverständlich auch nicht Ja zu Sex sagen, wenn du Nein fühlst.

Beobachte einfach diesen kurzen Moment.

Was ist das Allererste, was in dir passiert?

Ist da ein ehrliches:

„Nein, ich möchte gerade nicht“?

Oder ist da sofort:

„Oh nein. Jetzt muss ich schon wieder.“

Und dann frag dich:

Bestimmt mein Partner gerade wirklich über mich – oder fühlt es sich in mir gerade so an?

Vielleicht bekommst du darauf nicht sofort eine Antwort.

Das musst du auch nicht.

Aber diese Frage führt dich an einen anderen Punkt als:

„Was stimmt eigentlich nicht mit mir?“

Denn wenn bei euch kein Sex mehr stattfindet, muss die Antwort nicht lauten, dass du falsch bist, dein Partner falsch ist oder eure Beziehung kaputt ist.

Vielleicht lohnt es sich zuerst zu verstehen, was zwischen Wunsch und Rückzug in dir passiert.

Und wo aus einem:

„Ich wünsche mir Nähe“

in deinem Inneren plötzlich ein:

„Ich muss“

wird.

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